NV knüpft nahtlos an Rekordjahr 2007 an
Regionaler Versicherer liegt mit einer Bestandssteigerung von 11,8 Prozent wieder deutlich über Marktniveau
Die zehn Geschäftsstellen in Ostfriesland sollen gestärkt werden – mit neuen Tarifen und mehr Kundenzufriedenheit.
NEUHARLINGERSIEL/HÄ – In der Bestandsentwicklung nimmt die NV-Versicherungsgruppe wiederum eine Spitzenposition im bundesweiten Vergleich ein. „Mit einer Bestandssteigerung von 11,8 Prozent liegen wir deutlich über Marktniveau in der Versicherungsbranche, die im Bereich Schaden- und Unfallversicherung nur um 0,4 Prozent zulegt“, sagten Vorstandsvorsitzender Johann Cremer und Vorstand Arend Arends gestern im Jahrespressegespräch.
Nach den bisher vorläufigen Zahlen per 31. Dezember 2008 seien über 23000 Neuverträge im Rechnungsjahr 2008 bei der NV abgeschlossen worden. „Hiervon wurden bereits 10700 Verträge auf den elektronischen Weg (papierlos) verarbeitet. Das sind immerhin stolze 45 Prozent“, so Cremer, der darauf verweist, dass dies nur mit einer hochmodernen Informationstechnologie (IT) zu erreichen ist. „Auf diese Ergebnisse sind wir stolz. Zeigen sie doch, dass unsere alle vier Jahre neu ausgerichtete Strategie richtig ist“, so Cremer.
Die seit einigen Jahren verfolgte Strategie, dass Privatkundengeschäft regional und bundesweit kontinuierlich auszubauen, sei auch 2008 wieder sehr erfolgreich gewesen. „Als regionaler Versicherer werden wir aber auch das Geschäft im Kerngebiet Ostfriesland – dem Ursprung der NV – verstärken. Unsere zehn Geschäftsstellen in Ostfriesland sollen gestärkt werden. Und auch das Marketing wollen wir in diesem Gebiet ausbauen“, sagt der Vorstandsvorsitzende.
Besonders dem landwirtschaftlichen Geschäft werde eine große Bedeutung beigemessen. Hier wolle die NV mit neuen Tarifen eine noch größere Kundenzufriedenheit erreichen.
Die Kernaufgabe liege, wie in den Vorjahren, im Privatkundengeschäft. „Hier sind wir mit guten Produkten günstiger, als die großen Gesellschaften“, so Arend Arends. Die NV arbeite nicht nur in Ostfriesland, sondern bundesweit mit rund 1500 Maklern. Viele Produkte seien wiederführend in den Vergleichstests, zum Beispiel von Finanztest, Ökotest, map-report und anderen. „Dadurch genießen wir auch bei den Maklern einen sehr guten Ruf. Online-Buchungen und -Abschlüsse, aber auch die schnelle Schadensabwicklung macht uns zu einem verlässlichen Partner“, so Cremer.
Dennoch würden Service und Beratung bei der NV groß geschrieben: „Bei uns ist der Small-Talk mit dem Kunden und dem Makler noch möglich“, so Arend Arends. Das Wichtigste überhaupt sei aber die Erfüllbarkeit eines jeden Versicherungsvertrages, zu jeder Zeit. Dies werde durch den so genannten Stresstest sichergestellt.
Zum Schadenverlauf 2008 teilte der Versicherer mit, dass die Schadenaufwendungen leicht zurückgegangen sind. „Betrug die Schadenquote 2007 noch 57,7 Prozent, so ist nach den bisher vorliegenden Zahlen davon auszugehen, dass die Schadenquote für das Rechnungsjahr 2008 bei 54 Prozent liegen wird.“ Für insgesamt 10050 gemeldete Schäden mussten 8,6 Millionen Euro ausgegeben werden, im Vorjahr 8,4 Millionen Euro.
Für die Unfall- und Haftpflichtschäden wurde dabei das meiste Geld ausgegeben, und zwar fünf Millionen Euro.
„Von Katastrophenschäden sind wir verschont geblieben, dennoch mussten für zwei Hagelunwetter am 22. Juni und 7. August 2008 im Bereich der Wohngebäude und Gebäude-Sturmversicherung knapp 500.000 Euro entschädigt werden“, sagte Cremer.
Dennoch könne man mit dem Jahresergebnis 2008 wieder „mehr als zufrieden sein. Die Kapitalrücklagen steigen auf 16 Millionen Euro.“ Im Rating der Kundenbewertung erhält die NV insgesamt die Note „Gut A“. Auch das sei ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis.
- Mitglieder: plus 9800 auf 112 000 Versicherte, plus 9,6 Prozent.
- Verträge: plus 11 800 auf 160 000 Ver träge, plus 9,7 Prozent.
- Beiträge: plus 1,6 Millionen Euro auf 17 Millionen Euro, plus 11,8 Prozent.
- Schadenaufwand: plus 355 auf 10 050 Schäden, plus 3,5 Prozent.
- Schadenaufwand (Euro): plus 200 000 Euro auf 8,6 Millionen Euro, plus 2,5 Prozent.
- Schadenquote: reduziert um 3,6 Prozent auf 54,1 Prozent, minus 3,6 Prozent.
- Kapitaleinlagen: 16 Millionen Euro.
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