NV-Hagel: Erheblich mehr Hagelschäden in 2017

Ereignisreiches Geschäftsjahr der NV-Hagel

Neuharlingersiel. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 sind bundesweit die Hagelschäden erheblich angestiegen. Lagen die Gesamtschäden aller Hagelversicherer bundesweit im Geschäftsjahr 2016 bei 24.148 Schäden mit einem Schadenaufwand von 131,12 Mio. EUR, so waren es im Geschäftsjahr 2017 33.123 Schadensmeldungen (+ 37,17 Prozent) mit einem Schadenaufwand von 192.57 Mio. EUR (+ 46,87 Prozent).

Das 132. Geschäftsjahr der NV-Hagel ist entsprechend ereignisreich verlaufen. Mit dem Neugeschäft war die NV-Hagel auch in diesem Jahr wieder zufrieden. Die Gesamtzahl der bestehenden Verträge im Geschäftsjahr 2017 blieb mit 686 gegenüber 2016 mit 687 fast unverändert. Die versicherte Fläche erhöhte sich leicht von 16.157 in 2016 auf 16.782 in 2017 (+ 3,87 Prozent). Erfreulich war, dass der Abwärtstrend bei der Gesamtversicherungssumme gestoppt werden konnte. Betrug diese 2016 noch 25,10 Mio. EUR, so erhöhte sich diese 2017 auf 26,85 Mio. EUR (+ 6,97 Prozent). Im Geschäftsjahr 2017 betrugen die Schadenaufwendungen einschließlich Regulierungskosten 401.226 EUR. Gegenüber dem Vorjahr (60.616 EUR) bedeutet dies eine Steigerung um 561,91 Prozent. Somit wurden seit 1984 die höchsten Schadenaufwendungen geleistet.

Bis Anfang September konnte die NV-Hagel auf ein gutes Schadenjahr 2017 hoffen. Die Sturmtiefs „Sebastian“ (13.09.2017) und „Xavier“ (05.10.2017) bescherten dann der NV-Hagel allein 90 Schadenmeldungen bezüglich Sturmschäden im Mais. Trotz der außergewöhnlichen Schadenaufwendungen ergab sich für das Geschäftsjahr 2017 nur ein Verlust von 33.652,54 EUR, den die NV-Hagel der Verlustrücklage entnimmt. Die Verlustrücklage sinkt dadurch zwar auf 515.125 EUR, ist aber immer noch hoch genug, um zukünftige außergewöhnliche Ereignisse zu verkraften. Die NV-Hagel hat im Jahr 2017 eindrucksvoll bewiesen wie leistungsstark sie ist.

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